Umwelteinflüsse: Der Boden ist der Magen der Pflanze

Unsere Umwelt hat sich in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Die meisten bedenken das nicht: Sie wundern sich, dass Bäume die Blätter hängen lassen oder Tomaten unter Braunfäule leiden und nicht mehr ohne zusätzlichen Schutz im Freien wachsen.
Alte Bäume verpflanzt man nicht – diesen Spruch werden Sie sicherlich auch beherzigen. Doch durch die veränderten Bedingungen kann ein Baum durchaus reagieren, als stünde er an einem neuen Standort. So hat etwa die flächendeckende Umstellung von Kohle- auf Gas- und Ölheizungen die Einträge an Nährstoffen in die Luft steigen lassen.

Für die richtige Pflege der Pflanzen muss man nicht unter die Rinde schauen. Ein paar wichtige Dinge sollten aber nicht außer Acht gelassen werden. Foto: Michael Miloserdoff via publicdomainpictures.net

Für die richtige Pflege der Pflanzen muss man nicht unter die Rinde schauen. Ein paar wichtige Dinge sollten aber nicht außer Acht gelassen werden. Foto: Michael Miloserdoff via publicdomainpictures.net


Diese Entwicklung beeinflusst auch die Böden nachhaltig. Über 90 Prozent sind von Übersäuerung betroffen. Sie glauben das nicht? Testen Sie doch einmal die Bereiche, in denen Moos auftritt, mit einfachem Lackmuspapier aus der Apotheke. Sie werden häufig einen pH-Wert um 5,5 feststellen. Doch die allermeisten Pflanzen benötigen eigentlich Werte zwischen 6,0 und 6,5.

Natürliche Mittel
Gleichzeitig verdichtet der Grund immer mehr. Früher kamen nach dem Regen die Regenwürmer aus dem Boden. Dieses Phänomen ist wahrscheinlich auch in Ihrem Garten nicht mehr zu beobachten. Warum? Früher wurden große Mengen Kompost produziert und auch auf Rasenflächen aufgebracht. Stattdessen werden heute Unmengen industriell hergestellten Düngers benutzt. Nützliche Bakterien und Pilze werden dadurch zurückgedrängt.
Da diese Produkte viel Stickstoff enthalten, der nur in frischem Humus richtig umgesetzt werden kann, sollten Sie in Zukunft frischen Mutterboden verwenden, mit Humusbildern arbeiten und organische Zusatzstoffe verwenden.
Mineralische Dünger werden außerdem nur zum Teil abgebaut. Sie bleiben im Boden und können das Wachstum von Schadpilzen fördern. Unterstützen Sie Ihren Garten dabei, sich selbst zu helfen und greifen Sie auf altbewährte Praktiken und natürliche Produkte zurück.
Auch beim Menschen haben natürliche Arzneien schließlich die geringsten Nebenwirkungen.