Würzen wie die Profis: Göbels kleines Kräuterlexikon

Kräutergarten
Kräuter sind unverzichtbare Kochzutaten. Man unterscheidet dabei zwischen Einjährigen (z.B. Brunnenkresse, Kerbel oder Dill), Zweijährigen (z. B. Fenchel, Kümmel oder Petersilie) und den mehrjährigen Kräutern, wohinter sich Stauden (z.B. Beifuß oder Liebstöckel) und Halbsträucher (z.B. Rosmarin, Salbei oder Thymian) verbergen. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle gängigen Küchenkräuter sonnenhungrig.

Bohnenkraut
Aromatisieren Sie damit Fischsaucen und -marinaden oder hacken Sie die Blätter fein und geben Sie sie in kleinen Mengen in Suppen oder Eintöpfe.

Thymian
Getrocknet oder frisch eignet er sich als Gewürz zum Braten von Fisch, Fleisch oder Gemüse. Zudem ist er für Fonds, Suppen und Eintöpfe geeignet.

Meerrettich
Fein gerieben ergänzt er perfekt Brotaufstriche oder Crèmesaucen. Als Heilpflanze hilft er gegen Infektionskrankheiten und Schmerzen.

Beifuß
Er ist ein klassisches Enten- und Gänsegewürz, wobei hauptsächlich die Blütenknospen verwendet werden. Sie sind schmackhafter als die Blätter, die Speisen eher bitter machen. Bei fettigen Gerichten verbessert Beifuß die Bekömmlichkeit.

Liebstöckel
Die zarten Blätter oder die Wurzeln und Samen würzen in kleinen Mengen Brühen und Suppen, Eintöpfe, dunkle Fleischsaucen und Ragouts.

Pimpinelle
Unverzichtbar in der klassichen hessischen grünen Sauce sollte man sie nicht garen, sondern erst ganz zum Schluss zum Abschmecken beigeben.

Kapuzinerblüte
Sie erinnert geschmacklich an Radieschen und passt sehr gut zu Blattsalaten oder als Garnitur auf kalten Platten.

Currykraut
Das hierzulande exotische Kraut eignet sich zum Marinieren von Fleisch, Fisch und Gemüse. Es sollte nicht scharf gebraten werden, weil es dann bitter wird. Wird es zu lange gekocht, schadet dies den Aromen.

Rosmarin
Er verfeinert Marinaden für Grillfleisch, Fisch oder Gemüse. Gut schmeckt er in einer Rotweinsauce und mit etwas Zartbitter-Schokolade.
Die Heilpflanze wird zur Behandlung des Magen-Darm-Trakts eingesetzt.

Lavendel
Die intensiv duftende Pflanze wird zum Würzen von Fleisch und Fisch ebenso verwendet wie in der Kosmetik. Lavendel verträgt sich in Honig verrührt hervorragend mit Ziegenkäse oder Roquefort.

Schnittlauch
Fein gehackt verfeinert er Salate und Rohkost oder wird in Dressings oder Rahmsaucen eingesetzt oder auf Fisch, Gemüse oder Butterbrot gestreut.

Dill
Eines der vielfältigsten Kräuter der warmen und kalten Küche eignet sich besonders für Fischgerichte. Dill sollte erst zum Ende der Garzeit hinzugefügt werden, sonst verliert er seine Farbe. Die gemörserten Samen ergänzen Salatdressings und Kräuterquark.

Estragon
Der aromatische Geschmack von Estragon kommt in Sauce Béarnaise, bei Kaninchengerichten oder fein gehackt in Pfeffersaucen zum Einsatz.

Gartenkresse
Kresse wird meist auf Blattsalate und in Kräutercrèmes gestreut, die sie elegant verfeinert.

Pfefferminze
Minze wird vielseitig in der Patisserie, mit Früchten, für Sorbets oder Sirups eingesetzt. Auch in Tomatensuppe oder Gemüse- und Kichererbseneintopf lässt sie sich verwenden. Als Tee aufgebrüht lindert sie krampfartige Beschwerden.

Basilikum
Das typische Gewürz der italienischen Küche prägt grüne Pesto und ergänzt Tomatensalate und Mozzarella oder sogar Süßspeisen wie Sorbet und Obstsalat. Medizinisch wirkt er entzündungshemmend.

Zitronenmelisse
Süßspeisen, Obstsalate, Joghurt oder Salate lassen sich mit Melisse würzen. Ihr Tee wirkt beruhigend.

Majoran
Dieses regional teilweise sehr beliebte Gewürz kommt für Kartoffelsuppe, Wild oder in Brat- und Leberwurst zum Einsatz. Mancher mag es auch an Bratkartoffeln.

Oregano
Das im Deutschen Dost genannte Kraut prägt die provenzalische Küche und wird bei Ratatouille, Tomatensaucen, Salaten oder als „Pizzagewürz“ verwendet.

Petersilie
Immer frisch gehackt wird sie über Salate, Pasta, Kartoffeln, Reis, Suppen oder Gemüse gestreut oder als Garnitur verwendet.

Salbei
Die Blätter aromatisieren beim Braten und eignen sich für Tee, der gut gegen Husten wirkt.