Zehn Tipps: Das wollen ihre Rosen

Noch mehr Wissen zur Rosenpflege - insbesondere zu historischen Arten - vermittelt Hermann Oehring auf unterschielichen Gartenkönig-Veranstaltungen. Foto: Darren Lewis via publicdomainpictures.net

Noch mehr Wissen zur Rosenpflege – insbesondere zu historischen Arten – vermittelt Hermann Oehring auf unterschielichen Gartenkönig-Veranstaltungen. Foto: Darren Lewis via publicdomainpictures.net


1. Achten Sie beim Pflanzen der Rosen auf eine gute Bodenvorbereitung. Lockern Sie den Grund tiefgründig auf. Nährstoffreicher, humoser Boden ist zusätzlich entscheidend für gutes Gedeihen. Beim Pflanzen sollten Sie allerdings darauf verzichten, Dünger in das Pflanzloch zu geben.

2. Bei der Nährstoffversorgung ist unbedingt organischer Dünger zu bevorzugen, der die Pflanzen im Gegensatz zu synthetischem kontinuierlich mit Nährstoffen versorgt. Abgelagerter Pferde- oder Rinderdung eignet sich ebenso wie Kaninchen-, Schaf- und Ziegenmist. Alternativ können Sie auch granulierten Rinderdung oder Hornspäne aus dem Gartenmarkt einsetzen. Positive Wirkungen sind zudem nachgewiesen für die Zugabe von Urgesteinsmehl, weil es die Humusbildung fördert und das Bodenleben aktiviert.

4. Nach Ende Juni darf nicht mehr gedüngt werden, da ansonsten der Austrieb bis in den Spätherbst anhält und das rechtzeitige Ausreifen der Triebe vor der Winterruhe verhindert.
5. Einmalblühende historische Strauchrosen bilden in der Regel attraktiven Hagebuttenbesatz aus, weshalb man möglichst die abgeblühten Blüten nicht abschneiden sollte.
Im Gegenteil dazu fördert das ständige Entfernen der verblühten Rosenblüten bei den öfterblühenden Sorten den Neuaustrieb und weitere Blütenbildung bis zum Herbst.

6. Im Laufe des Sommers sollte immer mal wieder der Boden gelockert und das Unkraut entfernt werden, ebenso ist bei ersten Anzeichen von Blattkrankheiten sofort zu reagieren. Pilzerkrankungen an den Blättern können mit verschiedenen im Handel zugelassenen Fungiziden bekämpft werden, allerdings ist bei starkem Befallsdruck schon zeitig mit der Spritzung zu beginnen, möglichst zum Austriebsbeginn im April und dann regelmäßig im Abstand von 10 bis 14 Tagen. Um Resistenzbildung zu vermeiden, sollten Sie das Spritzmittel nach gewisser Zeit regelmäßig wechseln.

Für Herbst und Winter

7. Ideal für Rosen ist die Herbstpflanzung von Ende Oktober bis Mitte Dezember, die Rosen haben Zeit, ausreichend Wurzeln zu bilden und können im Frühjahr zügig austreiben.

8. Wichtig ist, bei der Pflanzung die frostempfindliche Veredlungsstelle eine Handbreit, das heißt mindestens fünf Zentimeter unter die Erde zu bringen und die frisch gepflanzte Rose anzuhäufeln.

9. Rosen müssen geschnitten werden, mit der Schere sollten Sie Ihren Lieblingen aber nicht vor Ende März zu Leibe rücken, wenn keine stärkeren Fröste mehr zu erwarten sind.

10. Beim Schnitt ist zu beachten: einmalblühende historische Rosen werden erst nach der Blüte geschnitten, da sich die Blüten erst am zweijährigen Holz bilden. Edelrosen (Teehybriden) sollten Sie auf drei bis vier Augen zurückschneiden, bei Kleinstrauch- und Bodendeckerrosen müssen je nach Sorte etwa vier bis sechs Augen bestehen bleiben..
Großstrauch- und Kletterrosen werden nur alle 2-3 Jahre ausgelichtet, ansonsten erfrorenes und abgestorbenes Holz entfernen.